Judith Hoersch, am 15.03.1981 in Köln geboren, macht es Mitmenschen mit ausgeprägtem Kategorisierungseifer nicht gerade leicht.
Eine Schauspielerin, die singt; eine Sängerin, die schauspielert? Buchautorin, Botschafterin für Care. Ein Multitalent mit der Energie eines Wirbelsturms.
Ich liebe Menschen … zumindest dann und wann. Und wenn, dann überkommt mich eine unbändige Neugierde. Ich will wissen, warum Menschen handeln, wie sie handeln, was sie bewegt und wie Ihr persönlicher Lebensentwurf aussieht. Irgendwo auf der Welt – da bin ich sicher – gibt es diesen einen Menschen, den man im Film oder auf der Bühne verkörpert. Das Leben erscheint mir oft seltsam, um nicht zu sagen: absurd, aber in seiner Absurdität liegt eine Logik. Schauspielerei für mich ist: mich ganz und gar zur Verfügung zu stellen. In jedem Moment, im Jetzt. Filme sind wie schwarze Zwerge, sie ziehen alles an. Auf Abenteuerkurs in einem Paralleluniversum. Eins mit dem Team, den Spielpartnern und der Rolle. Dann: magische Momente. In solchen hat man die Erlaubnis asozial, rührend, tragisch, komisch oder traurig zu sein. Entkommen und sich im Abgrund, in der Tiefe wieder begegnen. Leben als nie enden wollender Lernprozess, als grandioses Spiel, in dem wir nach Göttern suchen …
Ich singe, seit ich spiele. Musik spielte bei mir zuhause eine Hauptrolle. Denn wenn man ständig umgeben ist von Musikern und Musikfanatikern, kommt man nicht auf so abwegige Ideen, wie zum Beispiel »Captain Jack« zu hören oder Chartfutter zu konsumieren. Es ist eher Miles Davis oder Joni Mitchell, die ich bis heute verehre. Doch es war schnell klar, das Schauspiel mein ›Hauptberuf‹ werden würde. Ich wollte Musik machen, die berührt, die was mit mir zu tun hat – echtes, ehrliches Zeug. Es hat dann doch ein paar Tage gedauert, bis ich in Martin Bechler meinen musikalischen Wegbegleiter gefunden habe. Es geht um Geschichten von der Theke, Asphaltlyrik, Rock’n’Roll, Rotz und Wasser, Liebe und das Gegenteil davon – na, eben das Leben. Wir haben nie versucht, etwas zu machen, das klingt wie … wir haben gemacht, was wir wollten. Das Ergebnis heißt »MiniPop«.
Schreiben ist – nicht nur für mich – heilsam, Therapie. Ich schreibe, um zu sortieren, festzuhalten, zu dokumentieren, klar zu sehen und natürlich weil ich Geschichten liebe. Allerdings war es immer eher Privatvergnügen, so wie andere wandern gehen. Geprägt durch meinen in Sprache verliebten Vater fing ich früh an, alles in ein kleines Heft, auf dem vorne Charlie Chaplin drauf war, zu schreiben (Rechtschreibung? Reine Glückssache!). Ich schrieb immer mehr und mehr – Bonmots, Liedertexte, Gedichte, Kurzgeschichten, Drehbuchideen. Daraus entstand 2005 »Marlen und Bijou«, ein Film, den ich zusammen mit meiner Kollegin Judith Döker geschrieben und auch produziert habe und in dem wir beide auch als Titelheldinnen vor der Kamera agierten. 2006 folgte »Today Is My Day«, noch ein Drehbuch von mir und mit Lenn Kudrjawitzki und mir in den Hauptrollen. Ebenfalls andere Drehbücher und TV- Konzepte. Und dann 2009 mein Buchdebüt: »Das asthmatische Röcheln des Kühlschranks bei Nacht«, einer schmaler Band mit Erzählungen und Skizzen aus der großen Stadt. Ein weiteres Buch ist zurzeit in Arbeit.
»Ja das stimmt, da haben Sie völlig Recht. Ich spreche wirklich sehr gerne, ja ja, deshalb spreche ich sehr gerne, deshalb spreche ich sehr gerne, deshalb spreche ich sehr gerne …
(sie nimmt einen großen Schluck Tee und spuckt ihn sofort wieder aus)
»Ähhh, Scheisse. Verdammt noch mal, welcher Idiot kommt auf so ’ne bescheuerte Idee mir so einen verflucht heißen Tee hier hinzustellen? Wollt ihr mich umbringen? Verdammte Scheisse – ich bin Sprecherin, kein Geysir!«
(Sie fängt sich wieder. Im Studio herrscht betretenes Schweigen.)
»Ähhmmm … wo war ich? Ach ja, genau, ich spreche sehr gerne und daher habe ich in den letzten Jahren einige Hörbücher, Hörspiele und auch Synchronrollen gesprochen, was mir großen Spaß macht! Sagte ich schon, dass ich ….
(Stimme aus dem Off unterbricht: »Aufhören, aufhööööören! Halt eeendlich die Klappe!«)
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Hier eine schöne Kritik und gleichzeitig ankündigung für den 18.05 auf der Osnabrücker Maiwoche! 
Bald sind wieder Osnabrücker Maiwochen und ich spiel mit meiner Band auf der Timezone-Bühne am 18.5.2013 um 20.00 Uhr. Osnabrück kommt schauen!
Endlich ist es soweit. Ein wunderbarer Kamikaze Dreh, zwei Menschen, Lissabon und los geht's! Hier kommt für Euch, passend zum Frühling das Video zum Song "Arsch am Meer".
Und hier gib'ts das Album: https://itunes.apple.com/de/album/minipop/id588139070
Weiter geht's im Mai/Juni mit 'Notruf Hafenkante' in Hamburg. Ich freue mich drauf!
Im März und April habe ich das große Glück beim neuen Kinofilm von Michael 'Bully' Herbig mtzuspielen! In 'Buddy' (AT) stehe ich neben Bully Herbig, Alexander Fehling und vielen anderen wundervollen Kollegen in München und Hamburg vor der Kamera.
Am Donnerstag den 28.3.2013 wird die Folge 'Das Wunder von Stuttgart' von der Serie SOKO Stuttgart ausgestrahlt. Hier spiele ich die Episodenhauptrolle Grit Bergmann. Um 18.00 Uhr strahlt das ZDF die Folge aus. Freue mich, wenn ihr einschaltet.
Und hier gleich die zweite schöne Rezension!
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